Samstag, 19. Juli 2014

Rezension- Rhiannon Lassiter "der 13.Gast "


445 Seiten
Fischer Verlag
Preis HC 14,99€
Jugendbuch/Gespenster

Meine Bewertung (4,5 Sterne) Tendenz zu 5



Eva schaute auf die gedeckte Festtafel. Langsam ging sie die Plätze durch, doch für sie wurde kein Gedeck bereitgestellt, auch ihr Name steht nirgends. Alle Gäste schienen sie nicht zu bemerken, selbst die Kellner stellten für sie kein Essen hin. Dabei hatte Eva doch heute Geburtstag. Eva starrte auf den leeren Tisch vor sich, niemand interessierte sich für sie. Da streifte sie ein eiskalter Hauch, doch da war niemand, doch an der Tür stand eine schmächtige Gestalt die Eva direkt ansah und zwinkerte. Was ging hier vor sich?



Ich muss zugeben, dass mich das Buch sofort interessiert hat, als ich las um was es geht. Eine Gespenstergeschichte. Ich liebe Gespenstergeschichten. Eva weiß nicht wie sie eins wurde, aber sie ist nun eins. Sie ist ein starkes furchtloses Mädchen, die man nur bewundern kann. Zu Lebzeiten, war Eva meist unsichtbar und lebte sehr zurückgezogen, allein mit ihren Großvater in dem alten Haus. Eva kleidet sich altmodisch, geht nicht mehr zur Schule weil sie dort auch nur gemoppt worden ist. Am liebsten ist sie für sich allein, streift gern im Haus und im Park umher, nur in den Keller durfte sie nicht, das hat ihr Großvater verboten. Nun liegt ihr Großvater im Krankenhaus, er wurde niedergeschlagen und Eva weiß nicht wie es ihren Großvater geht, denn sie kann das Grundstück nicht verlassen.

Meine Lesemomente

Es ist nicht so gruslig geschrieben wie ich dachte, es lief mir nicht wirklich Gänsehaut über den Rücken, nicht zum Anfang. Ich finde die Geschichte ehr tragisch und sie machte mich ehr traurig. Ein paar kleine Gänsehautmomente kamen vor, war auch ganz ok und hat mir auch gereicht, gerade weil man als Leser schnell merkt wie viel eigentlich noch hinter der Geschichte steckt. Da gibt es Morde, einen alten Fluch, Gespenster und ein richtig altes Haus mit einem riesen Park. All das reicht schon aus, mehr aus der Geschichte rauszuholen. Ich mochte die Protagonisten und bis zum Schluss musste ich mitfiebern, weil ich mir keinen Reim auf den Täter machen konnte. Hätte ich vorher schon mitbekommen, wer dahinter steckt, wäre die Spannung auch dahin gewesen. Ich würde das Buch nicht als reines Geistermärchen abtun, sondern es gibt auch eine Ermittlung. Das Ganze erinnert doch ein wenig an Flavia de Luce und das obwohl ich nur grob weiß um was es sich in der Reihe dreht, sie selbst aber noch nicht begonnen habe, zu lesen.

Fazit

Ein gelungenes und spannendes nicht ganz so grusliges Jugendbuch, das es auf jeden Fall verdient hat, auch gelesen zu werden.

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